tracks ´n´treks – Populäre Musik und Postkoloniale Analyse (Freitag, 18.01.2013 20 Uhr)

SoundlectureSoundlecture von Johannes Ismaiel- Wendt

Weltenwissen zwischen postkolonialer Theorie & Musik

„Gäbe es die Schlüsselkonzepte postkolonialer Studien auf Vinyl,
dann läge auf dem einen Plattenspieler vielleicht The Black Atlantic von Gilroy. Ich hätte eine 12´´ Version von Texten wie »De-Linking« von Mignolo oder auch eine Single wie »London liegt in den Tropen« von Uh-Young Kim. Auf dem anderen Deck würde sich zeitgleich ein Album von Keziah Jones, Natacha Atlas, Jan Delay, Quio, Chronomad oder Pinch drehen. Ich würde die Beats von beiden Plattentellern synchronisieren und mit dem Mischpult tracks‘n'treks mixen.“

Aus World Beat, HipHop, Electronica und Dub Step heraus entwickelt es sein Weltenwissen, kritische Kulturtheorien und Handlungsstrategien. Johannes Ismaiel- Wendt hinterfragt das Begehren nach der Verknüpfung von Musik mit kulturellen Geographien, kritisiert rassistische musikethnologische Perspektiven und bietet ein andersartiges musikwissenschaftliches Analysewerkzeug.

Eine Kooperation von contain‘t und 2nd Take

☭❍☣❧❬❰❵➚⚗⚐⚇♯♫♦☠☚☒☄☁➘✉✇€!☠❐❥❩✈☁✡➮♻✘➚♫♛&]°

Johannes Salim Ismaiel- Wendt studierte Kulturwissenschaft, Soziologie und Musikwissenschaft. Er promovierte 2010 an der Universität Bremen. Er schreibt, komponiert, hält soundlectures und lehrt über Ästhetiken elektronischer Musik, Sounds und Routen des Black Atlantic. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt ist Performance als Postkoloniale Wissensgenese.
Johannes Ismaiel- Wendt war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
Seit Mai 2012 ist er Professor für Musikwissenschaft an der Universität Hildesheim.

❍♥§€!&✎? ∞➮$☎♘♻✱ ?!¿✈♛♆✒✓⚡✘➲⚣✡❐❥❩➘✉✇✚✣✪✵&❍